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Wann passt ein Sattel, wann nicht?

Als Bindeglied zwischen Reiter und Pferd hat der Sattel vielfältige Aufgaben:

Er soll das Gewicht des Reiters möglichst gleichmäßig auf die Partie des Pferderückens 
verteilen, die zur Aufnahme der Last geeignet ist. Dabei darf er das Pferd in seinem 
Bewegungsablauf nicht mehr als notwendig behindern. Die Gewichtshilfen des Reiters sollen 
möglichst direkt auf den Pferderücken übertragen werden. Der Sattel soll dem Reiter einen 
möglichst komfortablen und sicheren Sitz auf dem Pferd ermöglichen. Der Reiter soll von 
Position des Schwerpunktes, Beckenwinkel und Beinposition vom Sattel so hingesetzt werden, 
wie es der Reitweise entspricht. Der Sattel soll dem Reiter die für die entsprechende Reitweise 
gewünschten Bewegungsaktivitäten und Hilfen problemlos ermöglichen.
 
Wann passt ein Sattel einem bestimmten Pferd?

Die Unterseite des Sattels muss in ihrer Form der Oberseite des Pferderückens entsprechen. 
(Wenn ein Teil der Auflagefläche nicht oder nicht richtig aufliegt, verringert sich die zur 
Verfügung stehende Fläche und der Druck auf der Restfläche erhöht sich entsprechend.)
Der Sattel darf im Bereich der Schulter die Bewegungsfreiheit des Pferdes nicht beeinträchtigen.
Die Winkelung des Kopfeisens bzw. der Bars muss der Winkelung der Schulter entsprechend sein.
Er muss so beschaffen sein, daß der Schwerpunkt des Reiters in die richtigen Stelle des Sattels 
gelegt wird und mit dem Schwerpunkt des Pferdes übereinstimmt. Der Sattel darf nicht zu lang sein. 
Er darf das Pferd bei Biegungen nicht stören und er darf den Übergang zwischen 
Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule nicht beeinträchtigen. Der Sattel darf Widerrist und 
Wirbelsäule nicht berühren und muss auch seitlich einen anatomisch notwendigen Abstand 
ermöglichen.